Mikroplastik in Flüssen

Weniger Plastik und Alternativen zum Plastik müssen das Ziel sein

19 . 03 . 2018

Zu der länderübergreifenden Pilotstudie unter Beteiligung des hessischen Landesumweltamts zur Belastung von Gewässern mit Mikroplastik erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

"Mikroplastik in unserer Umwelt ist ein riesengroßes Problem. Dies zeigt einmal mehr die Studie, an dem sich auch das hessische Landesumweltamt beteiligt hat.

Mikroplastik kommt von fast überall her: Aus Reifen, aus Kleidern, aus Verpackungen und aus Kosmetika.

Es ist an der Zeit, den Eintrag von Plastik ins Wasser an der Quelle zu bekämpfen. Weniger Plastik und Alternativen zum Plastik müssen das Ziel sein.

Ohne Gegenmaßnahmen wird die Plastikproduktion bis 2030 um über 20 Prozent zunehmen. Dieser Trend muss durchbrochen werden.

Unsere Wirtschaft muss wegkommen von der Sucht nach Plastik. Dafür muss die Bundesregierung jetzt in einen ernsthaften Dialog mit der Industrie einsteigen.

Dort, wo freiwillige Vereinbarungen nur unzureichend wirken, braucht es klare Vorschriften. Die Bundesregierung sollte zügig dem Beispiel Schwedens folgen und den Einsatz Mikroplastik in Kosmetika untersagen."

 

Hintergrund zur Studie der Landesumweltämter etwa hier: http://www.wn.de/Welt/Wissenschaft/3219470-Pilotstudie-Winzige-Plastikteilchen-sind-flaechendeckend-in-Gewaessern

Wuppertal-Institut zum Anstieg der Plastikproduktion: https://wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/2969/